Gepostet am 2. August 2019

Büro Knigge: 10 Regeln für ein gutes Zusammenarbeiten

Business Knigge

Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr Knigge (1752 – 1796) verfasste das Buch „Über den Umgang mit Menschen“. Schnell wurde es als „Knigge“ berühmt. Der Familienname des Verfassers ist seitdem geläufiges Synonym für Benimmbücher sowie für Benimmregeln und -sammlungen aller Art.
Interessanterweise ist der ursprüngliche, originale „Knigge“ aber gar kein Benimmbuch im heutigen Sinne. Stattdessen bewegten den Freiherrn Knigge Taktgefühl und Höflichkeit im Umgang zwischen den Generationen, den Berufen und Charakteren. Auch der Umgang mit sich selbst wurde thematisiert.

Die folgenden 10 Büro Knigge Regeln versuchen, etwas vom aufklärerischen Geist des Freiherrn Knigge einzufangen und mit den Erfordernissen des modernen Büro und Arbeitslebens in Einklang zu bringen:

1. Solidarität und Fairness

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit: Man lässt niemand ins offene Messer laufen. Das sagt einem nicht nur der Büro Knigge, sondern vor allem das Mitgefühl und der gesunde Menschenverstand. Beteiligen Sie sich nicht an Geläster über Kollegen. Das ist gut für das Betriebsklima und lässt Mobbing gar nicht erst Aufkommen. Ganz nebenbei stärkt es Ihre Souveränität. Denn jemand der sich aus Machtspielchen oder Tratsch einfach heraushält, zeigt Verstand und Empathie – und gewinnt Vertrauen.

2. Höflichkeit

Die offene Gestaltung vieler Büros verführt dazu: Dennoch sollten Sie es vermeiden, ständig unangemeldet vor dem Schreibtisch der Kollegen aufzutauchen. Vereinbaren Sie Termine. Nutzen Sie dazu zum Beispiel E-Mails oder interne Messenger-Apps.

3. Contenance

Bewahren Sie Haltung und Fassung und übertragen Sie nicht Ihre persönlichen Befindlichkeiten, Launen und Probleme auf Ihre Kollegen. Sicher eine der wichtigste Büro Knigge Regeln.

4. Verbindlichkeit

Wenn Sie merken, dass Sie eine Aufgabe nicht zur vereinbarten Zeit bewältigen werden, geben Sie Bescheid und bitten Sie um Hilfe. Wenn Sie generell dazu neigen, zu viel Arbeit anzunehmen, sollten Sie lernen, auch manchmal nein zu sagen.

5. Pünktlichkeit

Hier gilt Ähnliches wie bei der Verbindlichkeit. Natürlich kann der Zug mal zu spät kommen. Oder Ihr Wagen im Stau stecken. Doch wenn das zur Regel wird, müssen Sie beginnen, mehr Puffer einzubauen.

6. Mit-Anpacken

Wenn ein Kollege etwas Schweres schleppt, helfen Sie ihm. Wenn dafür keine Zeit ist oder Sie körperlich dazu nicht in der Lage sind, halten Sie ihm die Tür auf. Wenn kein Kaffee mehr da ist, kochen Sie neuen. Das gilt besonders, wenn Sie es waren, der die letzte Tasse genommen hat. Der Büro Knigge sagt eindeutig: Weder Kollegen noch Praktikanten oder Auszubildende sind persönliche Service- oder Putzkräfte.

7. Duzen oder Siezen?

Im Büro gilt: Der Platz in der Hierarchie toppt Alter und Geschlecht. Auch wenn die Chefin oder der Chef jünger ist, darf nur sie (oder er) das „Du“ anbieten. Bei verschieden alten Kollegen, sollte nach Büro Knigge derjenige das „Du“ anbieten der länger im Betrieb arbeitet.

8. Stimmpegel

Passen Sie Ihre Lautstärke Situation und Umgebung an. Besonders in Großraumbüros werden Ihnen Ihre Kollegen die Einhaltung dieses Knigge Tipps danken.

9. Smartphone-Pegel

Was für Ihre Stimme gilt, sollte auch für Ihr Smartphone gelten. Achten Sie darauf, dass Ihr Klingelsignal nicht zu laut eingestellt ist. Wählen Sie wo möglich den Vibrationsalarm. Außerdem sollten Sie fürs Büro einen möglichst neutralen Klingelton wählen. Der ein oder andere „Ballermann“- Klingelton wirkt im Büro befremdlich.

10. Krankheit

Wenn Sie eine ansteckende Krankheit haben, etwa Grippe oder einen Magen-Darm-Infekt, sollten Sie zuhause bleiben. Sie werden sonst zur Viren- beziehungsweise Bakterienschleuder. Nicht nur Ihre Kollegen werden es danken, wenn Sie diese Knigge Empfehlung einhalten. Sie selbst schonen Ihren Körper und werden schneller genesen.
Generell gilt: Moderne wie tradierte Knigge Regeln sind auch dazu da, variiert und angepasst zu werden. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. So werden Sie die richtige Entscheidung treffen.

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