Published 17. September 2020

Wie Sie Burn-out und Stress erkennen und gegensteuern

Für Freelancer in IT und Engineering und für zahlreiche Arbeitnehmer und Führungskräfte aus allen Branchen hat die Arbeitsbelastung in den letzten Jahren zu und nicht etwa abgenommen. Gerade IT-Freiberufler tun viel, um auf dem Laufenden zu bleiben, weil bei Hard- und Software, bei Machine Learning, Cloud Computing und vielem mehr ständig Innovationen angestoßen werden. Zusätzlich kümmern sich zahlreiche Freelancer selbst um die Akquise, Buchhaltung oder Steuern.

Treibende Faktoren sind auch die vielen Kommunikationskanäle, Social Media und allgemein das schnelllebige Online-Angebot. Durch Corona wurde die Arbeitsbelastung für die meisten von uns zusätzlich erhöht. Eltern waren oder sind im Home Office. Parallel mussten und müssen sie sich noch intensiver um die Kinder kümmern, da Kindergarten, Schule, Betreuung durch Verwandte und Freizeitmöglichkeiten wegfielen.
Um den Gefahren durch übermäßige Arbeitsbelastung bzw. Burn-out und Stress  entgegenzusteuern, ist Selbstanalyse unentbehrlich.

Erkennen Sie bei sich Warnsignale wie:

• Stimmungsschwankungen?
• Gereiztheit?
• Selbstzweifel?
• Kopfschmerzen?
• Konzentrationsschwäche?
• Müdigkeit?
• Erschöpfung?
• häufig erkältet oder sonst krank?
• geringe bzw. nachlassende Produktivität?
• Negativität und Pessimismus?

Wenn Sie eigentlich körperlich gesund sind und eines oder mehrere der obigen Warnsignale regelmäßig bei sich beobachten, ist es höchste Zeit Gegenmaßnahmen zu ergreifen und einen eventuellen Burn-out frühzeitig zu vermeiden.

Zeigen Sie Stress und Burn-out die rote Karte!

1. Verdrängen Sie die Situation nicht. Ändern Sie Ihren Arbeits- oder Lebensstil.

2. Schämen Sie sich nicht.

3. Machen Sie Pausen.

4. Stellen Sie eine gesunde Work-Life-Balance her. Denken Sie in der Freizeit möglichst wenig an die Arbeit. Entspannen Sie sich. Lassen Sie Ihr Business-Handy, Ihr Firmen-Laptop im Büro. Rufen Sie privat keine geschäftlichen E-Mails ab.

5. Legen Sie Prioritäten fest. Was ist wichtig? Was kann warten? Was kann ganz weg (zum Beispiel ein Kommunikationskanal)? Was raubt die meiste Zeit (und bringt vielleicht nur wenig ein)? Wobei können Sie von anderen entlastet werden?

6. Setzen Sie Grenzen. Wenn etwas nicht zu schaffen ist, sollten Sie das umgehend mit Ihrem Auftraggeber oder Ihrem Vorgesetzten klären. – Wird trotz Gesprächen keine Lösung gefunden, sollten Sie prüfen, ob Sie zum Beispiel in eine andere Abteilung wechseln können. Als IT- oder Engineering-Freelancer sollten Sie sich klarmachen, dass es auch möglich ist, einem Kunden höflich abzusagen. Das fällt Freiberuflern schwer, ist aber gelegentlich der beste Weg.

7. Suchen Sie das Gespräch. Tauschen Sie sich mit anderen Freelancern, mit Studienkollegen und Freunden aus. Wenn irgendwie möglich sollten Sie regelmäßig Supervision einplanen. Das ist in vielen großen und mittleren Unternehmen aus gutem Grund üblich.

8. Sehen Sie auch das Positive. In jeder Krise liegt mindestens eine große Chance für Sie.

 

Veränderungen umzusetzen, ist oft nicht leicht, aber fast immer der einzig gangbare Weg. Sehr viele erfolgreiche Menschen haben aus verschiedensten Gründen, Krisen überwinden müssen. Dazu gehört auch, wenn nötig, professionellen Rat zum Beispiel bei Supervisoren, Psychologen oder anderen qualifizierten Beratern zu suchen.

Das Westhouse Team wünscht Ihnen stress-armes und erfülltes Arbeiten.

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