Publié le 23. juillet 2020

Ingenieure: Gut aufgestellt fürs „New Normal“?

Interview mit einem Maschinenbauingenieur in Leitungsfunktion

Dr.-Ing. Markus Möhrle ist Head of Special Projects und Branch Manager bei Westhouse. Gemeinsam mit der Geschäftsführung von Westhouse Engineering gestaltet er das „New Normal“ nach der Corona-Zeit. In diesem Exklusiv-Interview interessiert uns vor allem seine Sicht als Maschinenbauingenieur auf die kommenden Entwicklungen der nächsten ein bis zwei Dekaden.

Herr Dr. Möhrle, wie verändert sich das Engineering aktuell und in der Zukunft nach Corona?

Dr.-Ing. Markus Möhrle

 

Im Prinzip gewinnen die schon vor Corona bekannten Trends rasant an Geschwindigkeit. Distanzgebote des New Normal stärken die Akzeptanz digitaler Abläufe. Das betrifft alltägliche Prozesse wie Bezahlvorgänge. Aber auch die Produktion wird umgestaltet. Die Tendenz geht zu physisch stärkerer Trennung. Verlangt wird mehr Autonomie und mehr Robustheit gegen äußere Einflüsse.

Bei den Lösungen, die wir Ingenieure gestalten, werden wir teilweise neue Anforderungen in den Lastenheften sehen, die die Krisenfestigkeit erhöhen. Beispiele sind die Fernwartung sowie die Steigerung der Autonomie von Produktionssystemen.

Die Schnittstelle zwischen digitaler und physischer Welt wird in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen und noch mehr Fachkräfte verlangen.

 

Einige Unternehmen haben im Zuge von Corona angekündigt, ihr internes wie externes Personal in technischen Bereichen deutlich zu reduzieren – Müssen sich Ingenieure und IT-Spezialisten Sorgen um ihre Zukunft machen?

Im Gegenteil: Ingenieure und IT-Fachkräfte sind mittel- und langfristig unentbehrlich, um die jetzt nötigen Innovationen umzusetzen. In Einzelfällen kann es auch mal gegenläufige Tendenzen geben. Dies sind aber teils nur kurzfristige Reaktionen auf die Coronavirus-Krise. Zum anderen Teil handelt es sich um Konsequenzen aus den sich verändernden Anforderungen in Europas Kernbranchen:

Statt Fähigkeiten im Bereich Verbrennungsmotoren werden Traktionsbatterien oder Leistungselektronik stärker nachgefragt. Gleichzeitig haben Digitalisierungsthemen fast ungebremste Nachfrage, sei es in der Fertigungsautomation oder der Produktentwicklung. [Hinweis: Schauen Sie dazu auch in unseren Beitrag über das Berufsbild des Entwicklungsingenieurs]

Ingenieure und ITler haben nach wie vor hervorragende Chancen. Im IT-Bereich herrscht nach wie vor Fachkräftemangel. Die Nachfrage nach IT-Fachkräften ist nach dem neuesten Zahlen des Instituts der deutschen Wirtschaft auf 40.000 geklettert. Bei den klassischen Ingenieuren war vor der Krise ein sehr hohes Beschäftigungsniveau erreicht.

 

 

Entscheidend ist gerade jetzt, sich laufend an die zukünftigen Anforderungen anzupassen. Flexibilität und eine gesunde Lernbereitschaft für die Zukunftsthemen sind wichtige Voraussetzungen, um die Beschäftigung für die nächsten Jahre zu sichern.

Welchen Einfluss hat Corona auf die bei Ihnen angestellten Ingenieure und Techniker?

Zu Beginn der Krise haben viele Unternehmen die Lage bewertet und den weiteren Verlauf abgewartet. Teilweise wurden deshalb auch größere Projektstarts verzögert. Seit einigen Wochen beobachten wir jedoch einen positiven Trend: hin zu höherem Arbeitseinsatz und wieder zunehmender Vor-Ort-Tätigkeit

Als Anbieter einer breiten Palette von Dienstleistungen im Entwicklungs-Umfeld nutzen wir diese Universalität aktiv für unsere Mitarbeiter. So forcieren wir aktuell deren Einsatz in krisenfesten Branchen, beispielsweise in der Medizintechnik oder bei den FMCG (Fast Moving Consumer Goods).

Außerdem gehen wir davon aus, dass die Arbeitswelt nach Corona eine andere sein wird. Mobiles Arbeiten gewinnt an Akzeptanz. Ebenfalls sehen wir größere Flexibilität bei den Arbeitszeiten.

Angenehm ist dies für die vielen Mitarbeitern, die sich bereits seit längerem mehr individuelle Gestaltungsmöglichkeiten wünschen.

Welche besonderen Vorteile bietet die Westhouse Engineering ihren Kunden?

Da sind vor allem das Know-how von Westhouse und die gewachsenen Beziehungen zu unseren Auftraggebern. Wir haben fast 20 Jahre Erfahrung in der Vermittlung von Personal mit digitalem Fokus und über 10 Jahre Erfahrung im Engineering.

Uns ist schon lange klar: Heute muss nahezu jeder Ingenieur auch digitale Fähigkeiten mitbringen, die über die bloße Arbeit im CAD-Programm weit hinausgehen. – In der Schnittstelle zwischen digital und physisch liegt eine der großen Stärke von uns.

 

 

Westhouse Engineering und Westhouse Consulting bieten maßgeschneiderte Lösungen. Dazu zählen klassische Entwicklungsdienstleistungen mit Übernahmeoption. Wichtig ist uns ein an die Bedürfnisse der Unternehmen angepasstes Verhältnis aus Preis und Flexibilität.

Das Thema Compliance spielt eine immer größer werdende Rolle, speziell bei der Arbeitnehmerüberlassung. Es gibt viele Richtlinien und Gesetze. Wir bieten große Expertise bei der Arbeitnehmerüberlassung und können den Kunden auch beratend zur Seite stehen.

Qualität spielt bei uns nicht nur im Compliance eine Rolle, auch in der Personalbetreuung. Unsere externen Mitarbeiter genießen einen engen Kontakt zu uns, auch während der Projektlaufzeit.

 

Für Westhouse steht die Zufriedenheit der externen Mitarbeiter ganz oben. Daher freuen wir uns über die sehr vielen erfolgreichen Vermittlungen, die auf Mitarbeiter-Empfehlungen zurückgehen. Dies ist für uns ein schönes Qualitätsmerkmal.

Herr Dr. Möhrle, vielen Dank für das Gespräch.

 

Westhouse Engineering findet für Sie bestens ausgebildeten und motivierten Engineering und IT-Fachkräfte für Ihre digitale Transformation. Wir vermitteln Ingenieure, Techniker, IT-Experten sowie Führungskräfte in Festanstellung oder in Arbeitnehmerüberlassung. Auf unserer Hauptseite erfahren Sie mehr über uns.

Fordern Sie unsere Expertise! Wir freuen uns auf Sie.

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