Gepostet am 8. August 2018

Networking: Große Chancen für die Karriere

Networking

Kennen Sie das sogenannte kleine Welt-Phänomen? Es besagt, dass wir statistisch betrachtet jeden Menschen auf der Welt über sechs Kontakte kennen. Warum nutzen wir diese Chance dann nicht für unser berufliches Vorankommen?

Networking wird viel zu häufig unterschätzt

Herminia Ibarra, Professorin für Organisationsverhalten, Führung und Lernen an der INSEAD Business School, beschäftigt sich schon viele Jahre mit dem Phänomen Netzwerken und kommt dabei zu sehr interessanten Ergebnissen. Eins der Wichtigsten gleich vorweg: Führungskräfte und solche, die es werden wollen, unterschätzen das Netzwerken noch immer und lassen sich damit wichtige Chancen entgehen. Doch das muss nicht sein.

Die verschiedenen Arten des Netzwerkens

Ibarra unterscheidet drei verschiedene Arten von Netzwerken, die uns auf jeweils andere Weise bei dem Karriere-machen helfen können.
1. Operative Netzwerke: Die braucht man, um die täglichen Aufgaben zu erledigen. In ihnen werden also die Menschen versammelt, die wir für den täglichen Workload brauchen.
2. Persönliche Netzwerke: Sie beziehen sich eher auf Personen außerhalb unseres beruflichen Umfelds. Doch gerade die sind wichtig, wenn wir uns beruflich weiterentwickeln möchten. Denn diese Personen haben einen objektiven Blick auf unsere Karriere und unseren Arbeitsalltag und können beides ganz anders beurteilen. Noch dazu haben sie als Außenstehende vielleicht sogar gute Tipps, auf die wir selbst nicht kommen würden, weil wir zu involviert in unsere Arbeit sind.
3. Strategische Netzwerke: Sie können uns dabei helfen, unsere Position im Unternehmen zu verbessern, indem unser Potenzial von den Verantwortlichen deutlicher wahrgenommen wird. Viele Beförderungen im mittleren Management und Beauftragungen von Freelancern beruhen auch darauf, dass der Auftraggeber den Kandidaten bestimmte Aufgaben zutraut, so Ibarra. Uns genau so zu positionieren, ist Aufgabe des strategischen Netzwerks. Personen des strategischen Netzwerks müssen nicht zwingend aus dem Unternehmen selbst kommen. Am besten wird man ihnen wohl mit der Beschreibung Mentoren gerecht. Sie sollen uns zeigen, wie wir unsere Ideen bestmöglich einbringen und so für Beachtung bei den Entscheidungsträgern sorgen können.

Die verschiedenen Netzwerke spielen zusammen

In operativen Netzwerke konzentrieren wir uns auf die alltäglichen Arbeitsabläufe. Da können strategische Entscheidungen bisweilen aus dem Blick geraten. Doch gerade die sind wichtig, wenn man frühzeitig Entwicklungen im Unternehmen erkennen möchte – und das ist vor allem für Freelancer wichtig, die lange mit einem Kunden zusammenarbeiten möchten.

So werden Sie ein guter Netzwerker

Bei so vielen positiven Eigenschaften des Netzwerkens möchten Sie das sicherlich auch so schnell wie möglich beherrschen. Es ist gar nicht so schwierig, wie Sie vielleicht denken, doch auch Networking beginnt mit dem ersten Schritt.
1. Tipp: Überwinden Sie ihre Scheu und trauen Sie sich einfach! Besonders für schüchterne Menschen kann Netzwerken eine echte Herausforderung sein. Doch leider hilft es nichts: Wer erfolgreich sein will, braucht ein großes Netzwerk. Unser Tipp: Fangen Sie in dem Umfeld an, in dem Sie sich besonders wohl fühlen. Das kann eine gemeinsame Interessensgruppe, oder auch das Fitnessstudio sein. Wenn Sie merken, dass Sie hier einfach Kontakt knüpfen können, wird Ihnen dieses Wissen auch außerhalb Ihrer Komfortzone helfen.
2. Tipp: Nehmen Sie sich gezielt Zeit zum Netzwerken. Schaffen Sie regelmäßig Platz dafür in Ihrem Terminplan. Das geht übrigens auch über die digitalen Kanäle wie Xing und LinkedIn gut. Hier können Sie sich auch mit uns vernetzen, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben, was aktuelle Informationen und Projekte angeht.
3. Tipp: Unterschätzen Sie die Macht des Networking niemals! Dabei können schon kleine Schritte eine enorme Auswirkung haben. Dazu zählen auch informelle Gespräche und Small Talk. Wichtig ist, dass Sie kontinuierlich Ihr Netzwerk pflegen und jede Chance wahrnehmen, neue Kontakte zu knüpfen.

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