Gepostet am 26. Juni 2018

WhatsApp im Bewerbungsprozess: Das sollten Sie wissen

Whatsapp

Unterwegs fällt Ihnen ein, was Sie ihrem Kollegen eigentlich noch sagen wollten. Kein Problem, Handy raus, Nachricht tippen und abschicken – schon erledigt. Wenn doch alles so einfach wäre, wie Nachrichten über WhatsApp zu verschicken. Der Bewerbungsprozess zum Beispiel. Ist leider nicht so? Stimmt nicht ganz, denn bei uns können Sie WhatsApp im Bewerbungsprozess nutzen.

WhatsApp hat eine große Verbreitung

Laut WhatsBroadcast nutzten im Juli 2017 ungefähr 1,3 Millionen User den Messenger-Dienst. Er gehört damit zu den beliebtesten in Deutschland. Videos teilen, Sprachnachricht verschicken oder den aktuellen Schnappschuss schicken – es geht kaum schneller als mit einem Messenger. Noch dazu hat WhatsApp kein Zeichenlimit und ist (weitgehend) kostenlos, sofern Sie einen Internetzugang besitzen. Warum den Messenger nicht auch beruflich nutzen?

Schnell, schneller, Messenger Dienst: Die Gründe für WhatsApp im Bewerbungsprozess

Der Messenger Dienst WhatsApp als Ergänzung zum konventionellen Bewerbungsprozess kann durchaus erfolgversprechend sein. Was für die private Kommunikation gilt, kann auch auf die berufliche zutreffen: Messenger sind einfach und schnell. Sein Smartphone hat man als Bewerber in der Regel dabei, seine fertige (digitale) Bewerbungsunterlage nicht zwingend. Eine erste, kurze Kontaktaufnahme über WhatsApp kann das Eis mit dem potentiellen Arbeitgeber brechen und den weiteren Bewerbungsprozess einfacher und angenehmer gestalten.
Außerdem: Eine kurze Nachricht über WhatsApp ist schneller und einfacher getippt, als ein langes Anschreiben. Für einige Bewerber ein Grund, diese Form der Bewerbung auszuprobieren.

WhatsApp als Türöffner im Bewerbungsprozess

Die Idee, WhatsApp als Recruitingkanal zu nutzen, wurde zum ersten Mal in Deutschland ausprobiert: Im Jahr 2015 von einem großen deutschen Automobilkonzern. Seitdem hat das Prinzip Bewerberansprache per Messenger-Dienst viele Anhänger gefunden. Auch bei uns. Wer in unserer Jobsuche ein spannendes Projekt findet, der kann auch bei uns WhatsApp im Bewerbungsprozess nutzen.
Und das obwohl die Nutzungsbedingungen von WhatsApp im Prinzip eine nicht-privat Nutzung ausschließen. Die Bewerber haben in dieser Hinsicht aber nichts zu befürchten, wenn überhaupt, würde eine Schuld das Unternehmen treffen. Bis heute weiß man aber von keinem Unternehmen, das von WhatsApp wegen Verstößen belangt worden wäre. Denn wie gesagt, WhatsApp sieht die eigene Regelung relativ locker und erlaubt implizit die berufliche Nutzung seines Dienstes. Neuerdings sogar mit einer neuen Version des Messengers. Doch dazu später mehr.

Messenger und die DSGVO

Im Rahmen der neuen Datenschutzverordnung mussten die Nutzer von WhatsApp neuen Richtlinien zustimmen. Jetzt fragen Sie sich vielleicht, ob diesen Regelungen auch die Nutzung von WhatsApp als Dialogmarketing-Kanal betreffen.
Eher indirekt, trotzdem gut zu wissen wie. Der Knackpunkt liegt in der Kontaktliste. Wenn Sie den Messenger-Dienst benutzen möchten, müssen Sie in der Regel alle gespeicherten Kontakte offenlegen. Laut DSGVO ist das seit Ende Mai nur noch dann zulässig, wenn alle betroffenen Personen zugestimmt haben. Auch das ist ein Szenario, das sich in der Realität schwierig umsetzen lässt.
Aber: Laut DSGVO gibt es nur dann Probleme, wenn die Daten, die über den beruflichen Kontakt hergestellt werden, miteinander synchronisiert werden. Mittlerweile bietet der Messenger-Dienst die Option, die Synchronisation auszuschalten und sich damit DSGVO-konform zu verhalten.

WhatsApp in neuer Version

Man könnte also davon ausgehen, dass sich der Konzern bewusst ist, wie häufig die App im beruflichen Kontext benutzt wird. Und darauf deutet auch ein anderes Anzeichen hin: WhatsApp Business. Mit dieser App, die sich User seit Januar 2018 downloaden können, geht die professionelle Nutzung von WhatsApp jetzt auch offiziell. Die neue Version hat einige Features, die auf die beruflichen Bedürfnisse zugeschnitten sind: Spezielle Chatlabel für unterschiedliche Kunden, eine Schnellantwortfunktion und die Möglichkeit automatisierter Nachrichten. Allerdings ist die App bisher nur an kleinere mittelständische Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor gerichtet, die schnell und einfach mit Ihren Kunden kommunizieren wollen.
Nichtsdestotrotz hat WhatApp wohl das Potenzial erkannt, das seine App im Bewerbermanagement hat.Warten wir ab, wo diese Entwicklung hingeht und welche Neuerungen WhatsApp in den nächsten Monaten und Jahren auf den Markt bringt.

Ihre Meinung zu diesem Artikel
Vielen Dank!
Ein Fehler ist aufgetreten.
Zu unserer Jobsuche